Am Samstagmorgen war es endlich mal wieder so weit: Als Bella uns gegen viertel nach acht wach knutschte, strahlte die Sonne uns von einem strahlendblauen Himmel entgegen. Und das wollte selbstverständlich genutzt werden!

Noch vor dem Frühstück und Christians morgendlichem Kaffeetankstop schnappten wir uns Bella und machten uns auf den Weg – wohin wussten wir noch nicht so genau, aber da es endlich mal wieder trocken UND sonnig war, nahm ich selbstverständlich meine Kamera mit.

Trotz des schönen Wetters war es kalt – ar… eiskalt.

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Doch heimlich, still und leise machten sich trotz der eisigen Kälte die ersten Frühlingsboten auf den Weg, uns einen guten Morgen zu wünschen.DSC_0024

Wir liefen zunächst quer durch die Siedlung, in der wir wohnen, und schickten Bella dabei mal hier, mal dort auf die möglichsten und unmöglichsten Gegenstände – zum einen, weil es uns und ihr Spaß macht, zum anderen, um ihr Selbstbewusstsein immer weiter aufzubauen. So kamen wir auch zu unserem Äffchenfoto 🙂 Oder Eichhörnchen? Aussi ehörnchen? Ach, ich weiß auch nicht. Aber sie stand gut da, auf dem Baum.

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Wir unterscheiden, ob wir Bella irgendwo drauf oder drüber schicken – das eine Kommando heißt „Hoch“, das andere „Hopp“. Und der Trick „Hopp“ klappt mittlerweile sogar über Beine hinweg 🙂 Hier seht ihr Bella in rasantem Flugtempo über Christians Bein springen. [Den Trick „Hoch“ versuchen wir gerade auch auf unsere Rücken auszudehnen – aber da sie sich noch so festkrallt, ist das eher schmerzhaft als schön :D]

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Aber Bella wäre nicht Bella – bzw. Bella wäre kein Australian Shepherd – wenn sie sich nicht manchmal bei einem Trick oder anderen Dingen denken würde „Nööö, nicht mit mir!“; sie lässt sich noch längst nicht alles sagen und springt noch lange nicht überall drüber, wo sie drüber springen soll. Diese leicht vereiste Schaukel beispielsweise war ihr mehr als suspekt.

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Der Nachteil daran, quasi überall hoch springen zu können oder zu wollen, besteht leider darin, dass das Fräulein Kunterbunt – sich manchmal vehement weigernd, dass ich sie runter hebe – selbst wieder auf den Boden der Tatsachen zurück gelangen muss.

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Im Neandertal angekommen, überfiel Bella ein leichter Anfall von Größenwahnsinn – statt eines Stöckchens wollte sie lieber einen Ast, naja, fast schon einen ganzen Baum, mit sich schleppen. Zum Glück waren hier die Augen größer als die Kraft und der Fast-Baum, der sich eh keinen Zentimeter bewegen wollte, so doll das Fräulein Kunterbunt auch daran zog, blieb an Ort und Stelle zurück. DSC_0394

Dennoch hatte sie den restlichen Spaziergang über eine gewisse Holzeslust gepackt (vielleicht schlummert ja tief in ihr ein Waldhütehund? Das Bewachen von Bäumen vor Bibern oder so…) und so schnappte sie sich jeden noch so hässlichen, großen oder bemoosten Stock, den sie am Wegesrand finden konnte. Selbst wenn sich das auserwählte Stöckchen als so groß bzw. sperrig erwies, dass es sie quasi vollkommen umschlingen konnte.

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Ihr charmantestes Lächeln setzt Bella besonders gerne auf, wenn dafür ein hübsches, kleines, stinkiges Leckerchen winkt – in diesem Fall ein kleines bisschen Landente.
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