Homöopathische Mittel für Tiere sind mittlerweile bei vielen Tierhaltern, insbesondere auch bei Hundehaltern, eine beliebte Alternative zur Verwendung von Antibiotika.

Ich möchte euch hier nichts über homöopathische Mittel erklären, da ich dazu nicht sachkundig genug bin – da können andere Blogs euch definitiv besser weiterhelfen. Aber ich möchte euch auf etwas hinweisen, das vielen vielleicht gar nicht so bekannt ist – auch ich habe eher durch Zufall als absichtlich durch andere Blogger davon erfahren:

Die EU-Verordnung COM(2014) 558 hat das Ziel, den Antibiotika-Einsatz bei Tieren einzudämmen. Leider beinhaltet sie auch bürokratische Hürden für die Verwendung homöopathischer Mittel. Die Probleme, die die Verordnung mit sich bringen würde, wären:

1. Der Einsatz von naturheilkundlichen Arzneimitteln und Mitteln zur Prophylaxe wird durch zusätzliche, aufwändige Zulassungsverfahren erschwert.
2. Auch Produkte zur Tierpflege, zur ergänzenden Fütterung und natürlichen Gesunderhaltung sollen künftig als Tierarzneimittel zugelassen werden müssen, was nicht nur die Auswahl zur Gesunderhaltung verringert, sondern die Mittel durch neue Zulassungsverfahren künstlich verteuert.
3. Tiere sollen nur noch Arzneimittel erhalten dürfen, die ausdrücklich als Tierarzneimittel zugelassen oder registriert sind, was ebenfalls die Bandbreite der natürlichen Therapiemittel verringert und jene verteuert, welche die kostspieligen und aufwändigen Zulassungsverfahren durchlaufen haben.

All das würde den Einsatz von zur Zeit noch erhältlichen, naturheilkundlichen Arzneimitteln und Mitteln zur Gesunderhaltung, wie z. B. Kräutern, faktisch unmöglich machen. Die Verordnung kann dazu führen, dass eine ganze Reihe von Medikamenten pflanzlichen Ursprungs, homöopathische Arzneimittel und handelsübliche Pflegemittel und Nahrungsergänzer vom Markt verschwinden und die wenigen verbleibenden allein auf Verschreibung des Tierarztes erhältlich sind.

Dies würde bedeuten, dass nicht nur die Kosten für den Tierhalter und immens steigen würden, sondern auch, dass ein ganzer Berufszweig, nämlich der der Tierheilpraktiker, der sich mit der alternativen Behandlung von Tieren in Deutschland traditionell schon seit vielen Jahrhunderten beschäftigt, vernichtet werden würde. Wirtschaftlich betroffen wären auch Hersteller von naturheilkundlichen Arzneimitteln, die für jede Tierart speziell eine Zulassung beantragen müssten.

Auch Bio-Landwirte wären besonders hart betroffen, da die neue Verordnung im krassen Widerspruch zur EU-Bio-Verordnung 834/2007 steht, wonach die Behandlung mit alternativmedizinischen Arzneimitteln Vorrang haben muss vor einer Behandlung mit chemisch-synthetischen Arzneimitteln.

[Quelle: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2015/_10/_28/Petition_61871.mitzeichnen.html]

Und jetzt? Was können wir als Verbraucher tun? Nun, genau deswegen schreibe ich diesen Blogbeitrag:

Bitte unterzeichnet diese Petition gegen die EU-Verordnung COM (2014) 558!