Ich habe mir den Kopf zerbrochen.

Ich habe mir wirklich lange den Kopf daran zerbrochen, wie ich Bella beibringen könnte, ihren Kopf auf Kommando abzulegen. Manchmal, da hab ich es so an mir, dass ich nicht die Trickanleitungen anderer Blogger oder Vlogger lesen oder sehen will, um Bella einen Trick beizubringen, sondern dass ich selbst drauf kommen will, wie es geht. Also, jedenfalls habe ich einen Weg gefunden, Bella das Ablegen ihres Kopfes beizubringen, den ich euch nun vorstellen will.

Schritt 1: Gib dem Kind einen Namen.

Ein neuer Trick braucht ein neues Kommando. Logisch, oder? Aber wie wollte ich das neue Kommando nennen?

„Kopf ablegen? Ablegen? Kopf? Down?“ Nö, fand ich alles doof. Und dann kam Nicole von Moe & Me bzw. Wuschelpfoten Fotografie daher und zeigte einen Kundenhund, der auf das Kommando „Flunder“ den Kopf auf den Boden legte – schon war ich verliebt! Flunder! Was für eine geniale Idee! [Ich hoffe, Kundenhund und Kundin sind mir nicht böse, dass ich das Kommando „klauen“ musste – es ist aber auch einfach zu schön!]

Andere Ideen, die mir nun nach und nach kommen, wären: Scholle, Plattfisch, Heilbutt…

Schritt 2: Schnapp dir Hund, Clicker und Leckerchen. In ruhiger Umgebung.

Für neue Tricks benutze ich immer den Clicker! Diese Dinger sind wirklich grandios, ich weiß gar nicht, wer sich das ausgedacht hat. Mit dem Clicker hat Bella schon so viele Dinge gelernt, dass ich fast den Überblick verliere.

Schritt 3: Setze dich im Schneidersitz vor deinen Hund.

Den Clicker in der einen Hand setzt du dich vor deinen Hund, der im Idealfall schon erwartungsvoll auf den Clicker blickt – das macht Bella jedenfalls immer. Und dann wartet sie darauf, dass ich ihr ein Kommando gebe, das sie ausführen kann.

Die Leckerchen legst du unter eines deiner Beine. Also liegen die Leckerchen in Schnüffelreichweite auf dem Boden – aber Herr oder Frau Hund kommt trotzdem nicht dran, weil ja ein Bein drüber liegt. Was muss Herr oder Frau Hund also tun? Richtig…

Schritt 4: Warte, bis dein Hund sich vor dich hin und den Kopf auf den Boden legt, um zu schnüffeln.

Und: CLICK!

Dadurch, dass ein paar super-aromatische (bestialisch stinkende) Stücke getrockneter Rinderherzen unter meinem Bein lagen und Bella von oben nicht an besagte Leckerbissen dran kam, war sie „gezwungen“ sich hinzulegen, den Kopf auf den Boden zu bringen und nach den Leckerchen zu schnuppern. Sobald ihr Kinn den Boden berührte, klickte ich und gab ihr einen der Leckerbissen.

Schritt 5: Vergrößere den Abstand zwischen Hund und Leckerchen.

Nach wenigen Wiederholungen hatte Bella verstanden, dass ich klicke, wenn ihr Kopf in Höhe meines Beines auf dem Boden liegt, und war ganz begeistert davon, wie leicht ich zufrieden zu stellen bin – und wie leicht sie an die müffelnde Köstlichkeit kommt.

Also vergrößerte ich den Abstand zwischen der Hundenase und den Leckerchen unter meinem Bein, damit Bella merkte, dass nicht mein Bein, sondern ihr Kopf auf dem Boden das Ziel der Übung war. Wahlweise kann man hierfür den Hund zurück schicken oder einfach selbst ein wenig nach hinten rutschen.

Schritt 6: Fange an, das Kommando zu benutzen.

Nachdem Bella einige Male ihren Kopf enthusiastisch auf den Boden legte, ohne dass ich etwas sagte, führte ich das Kommando „Flunder“ ein: Sobald ihr Kopf den Boden berührte, klickte ich und sagte „Flunder“. Ganz einfach.

Wiederum einige Wiederholungen später sagte ich erst „Flunder“ und wartete dann auf den abgelegten Kopf.

Schritt 7: Stell dich hin und benutze das Kommando.

Bella sollte lernen, das Kommando Flunder nicht nur dann auszuführen, wenn ich vor ihr saß, sondern auch, wenn ich vor ihr stand. Also stellte ich mich hin und sagte „Flunder“ – die ersten Male waren etwas holprig, bis ich vor ihr stehend mit der Fußspitze auf den Boden tippte und sie verstand, dass es die gleiche Aufgabe war wie zuvor.

Schritt 8: Geh raus und flundere, was das Zeug hält!

Nachdem Bella den neuen Trick in Windeseile in der Wohnung gelernt hatte, verlegten wir unsere Übungen erst in die Wohnung meiner Eltern, dann auf die Terrasse, in den Garten und zu guter Letzt nach draußen – wir steigerten also nach und nach die Außenreize, die auf Bella einprasselten.