Sonntag, der erste Januar des Jahres 2017. Wir waren noch nicht ganz wach, die Silvesternacht war lang, aber mich juckte es in den Fingern: Das Fernweh.

Die Idee, an meinem Geburtstag einen Tagestrip nach Renesse zu machen, stand schon seit einigen Wochen im Raum. Nun kam aber am Abends zuvor eine Silvester-Email vom Roompot [ein Ferienhausanbieter, der unter anderem einen Ferienpark in Renesse betreibt]: Angebote über Angebote, buchbar bis zum 8. Januar. Mein Fernweh beschloss also, sich das Ganze genauer anzusehen. Wieso nur einen Tag dort verbringen, wenn auch vier Nächte möglich sind? Blöderweise waren die Angebote zwar bis zum 8. Januar buchbar, aber erst für Übernachtungen ab dem 9. Januar gültig. Mein Fernweh ziepte aber schon arg, also überlegte ich. Ein anderes Ferienhaus? Ziemlich teuer. Ferienhäuser in der Umgebung? Auch teuer und außerdem fast alle ausgebucht. Urlaub in Deutschland? Och, nö…

Nach einer Weile kam mir die Idee: Amsterdam! Wir wollten schon seit einer ganzen Weile mal nach Amsterdam fahren, immerhin waren wir beide dort noch nie und Bella ist ja eigentlich ganz gut in diesen Großstadtdingen.

Auf der Suche nach einem Hotel, in dem auch Hunde erlaubt sind, wurde ich schnell fündig: Das Ibis budget Hotel in Zaandam, also etwas außerhalb von Amsterdam, kostet für zwei Personen pro Nacht 49 Euro, für Hunde pro Nacht 5 Euro, Dusche und Toilette mit im Zimmer, Steuern vor Ort zahlbar, Frühstück optional für 7,50 Euro. Wir buchten spontan zwei Nächte und schon am nächsten Tag ging es los.

Bella war verwirrt: Wir packten (mal wieder) unsere sieben Sachen, inklusive Futter und ihre Box, ins Auto, sogar ihren geliebten Teppich legten wir auf den Rücksitz. „Schon wieder umziehen?“, sagte der etwas verzweifelte Hundeblick, kurz bevor sie sich müde und meckernd auf ihrem Lieblingsteppich ausbreitete.

Check-in & das Zimmer.

Der Check-in [möglich ab 15 Uhr] verlief vollkommen problemlos. Ich meldete uns an

Man sollte seinen Mitreisenden schon gut kennen, angesichts der Klosituation…

der Rezeption an, teilte mit, dass wir einen Hund dabei hatten und zahlte gleich den Betrag von 22 Euro, der für Bella und für die Steuern noch auf unseren Buchungspreis von 98 Euro drauf kam. Ich fragte auch direkt, ob Bella morgens mit zum Frühstücksbuffet dürfte – das war jedoch leider verboten.

Die Dusche mit drei verschiedenen Höheneinstellungen für den Duschkopf. Typisch Niederländisch: Der Wasserdruck ist eher gering.

Unser Zimmer war Zimmer Nummer 9, gleich im Erdgeschoss [perfekt also, falls Bella nachts mal dringend pieseln müsste]. Ich hielt die Schlüsselkarte vor das Schließgerät an der Tür, die Tür öffnete sich und wir betraten unser Zimmer. Das Zimmer [frisch gesaugt und gewischt, kein bisschen dreckig oder staubig] ist nicht groß, hat aber ein schönes, hohes und sehr bequemes Bett [weiß bezogen, keine Flecken zu sehen!] zu bieten. Außerdem gibt es einen, zugegebenermaßen sehr kleinen, Schreibtisch mit einem Hocker [alles sauber!], dazu noch einen [relativ] kleinen Flachbildfernseher [kein Staub drauf!].

 

Die Dusche und das Waschbecken [beide blitzblank und schimmelfrei] sind quasi mit im Zimmer, lediglich die Toilette ist hinter einer abschließbaren Tür versteckt. Allerdings… die Wände sind dünn. Sehr dünn.

Die Lichtsteuerung über dem Bett.

Das Licht kann man vom Bett aus ein- und ausschalten, es gibt sogar verschiedene Lichtschalter für verschiedene Beleuchtungsarten [Danke, übrigens, liebe Hotelplaner! Euretwegen möchte Christian jetzt auch irgendwo eine LED-Leiste anbringen. Das kann ja was werden.].

 

Das Frühstück ist übrigens ein Buffet mit Brötchen, Brot, Baguette, Croissants, Müsli, hartgekochten Eiern, Aufschnitt, Käse, Marmeladen, Schokoaufstrich, Gurken, Multifrucht- und Orangensaft, Kaffee, Tee, Kakao und Obst – man hat also die freie Wahl und kann sich richtig satt essen. Das haben wir am Abreisetag dann auch doch noch gemacht.

Es gibt keine Bar im Hotel, auch kein Restaurant, in dem man mittags oder abends essen könnte. Allerdings kann man an der Rezeption ab 17 Uhr eine Pizza bestellen, oder aber ein Fertiggericht aus dem Automaten ziehen – zum Aufwärmen steht extra eine Mikrowelle für alle zugänglich bereit.

Fazit: Gemütlich ist es in diesem Hotel nicht, aber es ist sauber und der Platz reicht für zwei Personen mit Hund aus. Was mir jedoch fehlte, war ein Schrank. Wir haben zwar nur zwei Nächte dort verbracht, aber ich lebe inzwischen einfach sehr ungern aus einem Koffer – trotzdem ist das natürlich machbar. Für längere Urlaube würde ich mir etwas gemütlicheres [mit Schrank] suchen, aber für kurze Städtetrips ist das Hotel ideal.

 

„High Life“ in Amsterdam.

Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, mussten wir uns erstmal ausruhen. Ich werde ja nun auch nicht jünger [*hust*] und brauchte nach der etwas mehr als zweistündigen Autofahrt erst eine Pause, bevor wir am späten Nachmittag zumindest schon mal einen Blick auf Amsterdam werfen wollten.

Unser Navigationssystem versagte und so gurkten wir einige Minuten lang planlos um Amsterdam herum, bevor wir den Weg in die Stadt endlich fanden. Wir folgten den „Centrum“-Schildern und landeten in einem Parkhaus, das sage und schreibe 2 Euro pro 17 Minuten kostete. Ach herrje. Nun waren wir aber schon drin und blieben es auch, immerhin wollten wir ja nicht noch 5 Stunden durch die Stadt latschen, sondern nur eine kleine Runde drehen.

Wir verließen das Parkhaus und landeten direkt in einer Fußgängerzone. Und wir rochen Gras. Jeder zweite Laden war ein Head- oder Coffeeshop, andauernd liefen Menschen mit Joints in der Hand an uns vorbei und wir fühlten uns merkwürdig. Warum? Naja, weil sowas in Deutschland einfach gar nicht geht. In Deutschland ist Gras verboten [an dieser Stelle bitte keine Diskussion über das Für und Wider des Verbotes anfangen] und wenn man mal jemanden kiffen sieht oder mal einen Joint riecht, dann passiert das schon irgendwie hinter vorgehaltener Hand und ist so… illegal. Und in Amsterdam? Da riecht es einfach überall illegal! Jedenfalls für unsere deutschen Nasen.

Auch Bella war sichtlich irritiert: Es waren kaum Hunde unterwegs, nirgendwo war ein Grünstreifen zu entdecken, die Luft roch komisch und andauernd kraulte sie irgendwer. Mal ohne zu fragen, mal mit höflicher Nachfrage. Von links und rechts kamen die „leuk“s und „mooi“s nur so angeflogen und ab und zu auch mal ein „hübsch“ oder „süüüüühüüüüß!“. Oder einfach nur „ooooh!“. Und das war nur der Montagabend! Wir waren nur mal kurz eben in der Stadt, um etwas zu essen.

Nach einiger Zeit fanden wir eine hübsche kleine Pizzeria in der Nähe des Dams, das „La Piazza“. Bella mit hinein zu nehmen war überhaupt kein Problem und die Pizza war sehr lecker. Die Preise waren „typisch niederländisch“ etwas höher [ich glaube, 3 Euro für eine Cola, 9 Euro für eine Pizza Margherita], aber das sollte man bei einem Urlaub in den Niederlanden immer einplanen.

Unser Auto fanden wir nach einigem Suchen endlich wieder, fuhren zurück ins Hotel – dieses Mal mit funktionierendem Navi – und stellten beglückt fest, dass man beim niederländischen Netflix alle Star Wars Filme gucken kann [was wir allerdings nicht gemacht haben – immerhin waren wir todmüde. Und wir sind alt. So verdammt alt.].

Eine etwas andere Morgenrunde.

Am Dienstagmorgen stand ich gegen halb acht auf, da zum einen Bella quengelte, weil sie raus musste, und ich zum anderen so viel wie möglich vom Tag haben wollte. Ich zog mich an, schnappte mir das Fräulein Kunterbunt und erkundete mit ihr die Gegend um das Ibis Hotel herum. Das Hotel liegt in einem Industriegebiet. Hier stehen jedoch keine großen, lauten Fabriken, sondern es haben sich eher Unternehmen wie Kärcher und kleinere Grafikbetriebe angesiedelt. Ein Krematorium ist auch nicht weit. Gegenüber des Industriegeländes – und des Krematoriums – ist ein Park. Am Abend zuvor habe ich das Hinweisschild am Eingang des Parks nur kurz überflogen, irgendwas von „naturbelassen“, „auf den Wegen bleiben“ und „Hunde anleinen“ hatte ich noch im Kopf. Gut, dachte ich mir, hier gibt es sicherlich Rehe. Ich hätte besser nochmal lesen sollen…

Bella und ich betraten den Park. Sofort fing sie an, wie wild zu schnüffeln. Alles war interessant: Die Baumstämme, die Hufspuren, die Hinterlassenschaften, die Blätter. Ausnahmslos alles war wahnsinnig aufregend. Zu allem Überfluss war da dann auch noch Wasser. Wasser! Und ich böser, böser Mensch ließ sie nicht baden!

Ich machte ein paar Übungen mit ihr, ließ sie Leckerchen aus Baumstämmen raus fischen oder sie auf den einen oder anderen Stamm springen. Ein „Trimm dich“-Parcours führte durch den ganzen Park – auch sehr praktisch, um den Hund mal hier durch und mal da drüber laufen zu lassen.

Nach einer guten halben Stunde waren wir am Ende unserer Runde angelangt und wollten den Park wieder verlassen. Und da waren sie. Riesengroß, braun, mit wahnsinnig spitzen Hörnern, lagen sie auf dem Boden zwischen den Bäumen – und zwischen uns und dem Ausgang. RINDER!

Hab ich mich erschrocken! Ich hab gedacht, nu‘ ist’s aus mit uns. Bella bellt die Rinder bestimmt an und sie nehmen uns auf die Hörner. Garantiert! Womit ich nicht gerechnet habe ist das, was tatsächlich passiert ist. Statt den Rindern auch nur einen Hauch zu viel Beachtung zu schenken, ging Bella an ihnen vorbei. Ohne sie anzugucken. Ohne zu ihnen zu wollen. Ohne einen einzelnen Ton von sich zu geben. Bei Fuß.

Vollkommen schweigsam ging sie mit mir an den bestimmt eine halbe Tonne schweren Kolossen vorbei, die uns liegend und nur ab und zu mit den Ohren zuckend beobachteten.

Fassungslos von lauter Begeisterung setzte ich sie hin, um ein Foto von ihr und den Rindviechern zu schießen. Die Riesen im Rücken zu haben, schien ihr nicht so geheuer zu sein, denn ab und zu drehte sie sich um und schaute nach ihnen. Noch immer vollkommen tonlos. Der kleine Schrecken saß uns beiden noch in den Knochen, während wir zurück ins Hotel taperten.

Die Bella und das liebe Vieh.

Planlos in Amsterdam.

Den Schreck hatten wir überwunden, als wir gegen 11 Uhr in Richtung Amsterdam aufbrachen. Dieses Mal waren wir vorbereitet und hielten uns an die Parkhausempfehlung des Hotels: Das „Parking Zentrum“ auf der Oosterdokstraat 150 gilt mit einem Tarif von 13 Euro für 5 bis 24 Stunden Parkdauer als günstigstes Parkhaus in Amsterdam – und gemessen an den Erfahrungen vom Vortag ist es das auch.

Das Parkhaus liegt – im Gegensatz zu dem, in dem wir vorher geparkt hatten – nicht mitten im Zentrum, sondern etwas abseits. „Abseits“ ist in Amsterdam aber auch relativ zu sehen. Die Stadt ist so vollgestopft und eng, alles ist so dicht beieinander, dass man, selbst wenn man in besagtem abseits liegendem Parkhaus parkt, vielleicht einen oder eineinhalb Kilometer bis in die Fußgängerzone läuft.

Das Fortbewegungsmittel der Wahl ist übrigens auch in Amsterdam das Fahrrad: Wohin das Auge sah, überall standen Räder. Und irgendwie gelten für Fahrradfahrer hier auch keine Ampelzeichen – so richtig dran gewöhnen konnten wir uns nicht, beim Überqueren einer Straße fast immer kurz davor zu stehen, überfahren zu werden.

 

 

Wir wanderten los, etwas planlos, obwohl wir uns einige Ziele in einer Reiseplanungsapp markiert hatten. Erstmal wollten wir frühstücken, irgendwo, wo wir auch Bella mit rein nehmen konnten. Wir fanden ein niedliches kleines Café, setzten uns draußen an einen Tisch und wurden auch sehr schnell bedient. Und Bella war willkommen – sie wurde selbstverständlich erstmal von beiden Kellnerinnen durch geknuddelt.

Das Lokal ‚t Loosje bietet wirkt zunächst recht unscheinbar, aber das Essen konnte sich wirklich sehen lassen. Ich frühstückte beispielsweise einen Bagel, belegt mit warmen Ziegenkäse, Walnüssen und Honig darauf – klingt kurios, schmeckt aber wirklich köstlich. Und die Preise waren vollkommen angemessen – unter 20 Euro für 2 Personen für ein vollständiges, leckeres Frühstück.

Nach der Stärkung machten wir uns auf den Weg und erkundeten die Stadt. Wir gingen über kleine Brücken an Grachten vorbei, bestaunte Sexshops und Erotikkinos, die aus irgendeinem unerfindlichen Grund alle die gleichen Werbefotos in den Schaufenstern präsentierten, und lachten regelmäßig über den Irrsinn des Dauerkiffens.

Die Liebesschlösser haben es bis in die Amsterdamer Grachten geschafft.

Wo wir gingen und standen, wurden wir auf Bella angesprochen: Manche Menschen fragten vorsichtig, ob sie sie streicheln dürfen [„Kan ik hem petten?“, „May I pet him?“ „Darf ich?“], andere gingen kommentarlos an uns vorbei und streichelten dabei mal ganz kurz und schnell Bellas Kopf, wieder andere entschuldigten sich hinterher dafür, Bella gestreichelt zu haben [„Sorry for touching your dog!“] und einige wollten auch unbedingt Fotos vom Fräulein Kunterbunt machen. Und Bella, die ja wirklich jeden Menschen liebt, fühlte sich wie im siebten Himmel.

Schäfchen-Schläfchen.

Wenn man im Januar stundenlang durch eine Stadt läuft, friert man irgendwann tierisch. Und außerdem wurde Bella gegen 15 Uhr so richtig knatschig, weil sie verständlicherweise müde war – wir ja auch. Also suchten wir uns ein Cafè – gar nicht so einfach, wenn man in der Mittagszeit in Amsterdam einen Ort sucht, in dem es nicht viel zu voll und viel zu laut ist. Wir fanden „‚t Pakhuis“ und setzten uns draußen unter einen Heizstrahler. Bella bekam hier sogar ihr eigenes Wasser und nach einer Weile bot uns die Kellnerin einen Tisch drinnen an, ganz hinten in einer Ecke, in der gerade sonst keiner war. Bella konnte hier ein bisschen schlafen und auch wir konnten uns eine Weile ausruhen.

 

Nachdem wir alle wieder etwas Energie getankt hatten, gingen wir in Richtung des Museumsplatzes weiter: Ich wollte mir die „I AMsterdam“-Skulptur noch ansehen.Es dauerte eine Weile, bis wir sie gefunden hatten, denn unsere App drehte ein bisschen durch. Leider war es schon relativ dunkel und viel zu viele Leute standen an der Skulptur, sodass ich kein wirklich schönes Foto machen konnte – aber toll sieht er aus, der Schriftzug!

Unterwegs kamen wir allerdings noch an den unterschiedlichsten, spannenden Dingen vorbei – einem schönen Park, verrückten Freiheitsstatuen und natürlich wunderschönen niederländischen Gebäuden. Ich liebe die traditionelle niederländische Architektur! Die schmalen Häuser mit den teilweise schon windschiefen Dächern und Wänden, aber auch die hohen Decken und vor allem die Fassaden mit den schönen Fenstern haben es mir schon vor Jahren angetan. Der Mix aus älterer Architektur und neuen, fast schon futuristischen Gebäuden verleiht Amsterdam einen ganz besonderen Charme.

Eine kleine Premiere: Bella, die nicht Hals über Kopf in den Brunnen springt. Sie war zwar anfänglich total begeistert, einen Brunnen gefunden zu haben, aber irgendetwas war ihr daran nicht geheuer.

„No dogs!“

Nach all den interessanten Eindrücken und tollen Orten, die wir gesehen hatten, kamen wir endlich am Hard Rock Café an: Hier wollten wir meinen Geburtstag feiern. Doch die Enttäuschung folgte mir auf dem Fuße, denn sobald ich die Tür zum Restaurant geöffnet hatte, wurde mir direkt ein „NO DOGS IN HERE!“ entgegen gebrüllt. Kein „Hallo“. Kein „Sorry“. Na, herzlichen Dank auch. Mehr muss man dazu dann auch nicht mehr sagen.

Steakhouse, Pizzeria, Steakhouse, Pizzeria…

Auf der Suche nach einer Alternative zum Hard Rock Café liefen wir – etwas enttäuscht und dennoch dringend nach einem guten Burgerladen suchend – durch einige Straßen. In einer dieser Straßen reihte sich ein Steakhouse an eine Pizzeria, an das nächste Steakhouse und schon wieder an eine Pizzeria. Etliche Restaurantmitarbeiter standen vor den eher leeren Lokalen und sprachen uns an: „Want to eat something? Wollt ihr was essen? Wir haben auch was für den Hund! Kommt rein, die beste Pizza/das beste Steak!“. Oweia. Für unseren Geschmack war das viel zu aufdringlich und wir verschwanden möglichst schnell.

Als wir schon Witze darüber machten, nach Amsterdam gefahren zu sein, um dann ausgerechnet bei McDonalds zu Abend zu essen, gingen wir an einem Burgerladen vorbei, der nicht nur wahnsinnig gemütlich aussah, sondern auch ein tolles Angebot hatte: Bar-B. Und Bella durfte auch mit rein! Bella rollte sich glücklich schnarchend unter dem Tisch, der uns zugewiesen wurde, zusammen und ich stellte mir meinen ganz persönlichen Burger zusammen, während Christian die Karte studierte.

So weit die Pfoten tragen.

Wir waren satt. Satt und erschöpft. Und begeistert. Vollkommen begeistert von dieser aufregenden, lauten, vollen Stadt. Und Bella war hundemüde. Der kleine, energiegeladene Aussie war muffelig. Madame hatte keine Lust mehr, wollte nicht mehr hören, nicht mehr bei Fuß gehen, einfach gar nichts mehr. Christian nahm sie kurzerhand auf den Arm und trug unser knötteriges Energiebündel eine ganze Weile durch Amsterdam, was sie auch sichtlich dankbar annahm.

Ich wollte gar nicht mehr weg. Ja, ich war müde und meine Füße taten weh, ja, Bella hatte die Nase voll, Christian hatte Rückenschmerzen und kalt war uns auch allen. Aber es war so schön! Zwischen unserem Eintreten in die Bar-B und dem Ende unseres Essens war die Sonne endgültig unter gegangen, die Straßen waren von Lichtern und Leuchtreklamen erleuchtet und wesentlich weniger Menschen waren unterwegs. Ruhe kehrte ein.