Draußen.

Vogelgezwitscher. Kindergeschrei. Flugzeuge. Autolärm. Stimmen. Reifen.

Nie ist es still, das Dröhnen des Straßenlärms schwillt mit dem Tageslicht an und ab, verklingt doch nie. Das Dröhnen ihrer Stimmen, der Stimmen, aller Stimmen, in Gesprächen, die mich nicht ansprechen, mich aber doch umzingeln, mich stellen, da sind.

So laut, dass ich nicht weiß, wie leise klingt.

Musik, Tritte, Schritte, Gesprächsfetzen, Reifenrollen, Schienenkrächzen.

 

Drinnen. 

Fernsehgeräusche. Uhrenticken. Nachbarstimmen. Heizungsrohre. Wasserhahn.

Nie ist es still, das Rauschen des Hauses nimmt mit dem Tageslicht zu und ab, verstummt doch nie. Das Rauschen aus Technik und Menschen, das mich einbezieht und ausschließt, mich umhüllt, mich versteckt, es ist da.

So laut, dass ich nicht weiß, wie leise klingt.

Türen, Fenster, Krallen, Tastenklappern, Kinderlachen, Sekundenzeiger.

 

Nie ist es still. Ich verstecke mich vor meinem eigenen Lärm in einem Lärm aus fremder Unruhe, um Ruhe zu finden, wo keine Stille ist. 

Ich verstecke mich in Serien, die mich nicht interessieren, und im Lauschen fremder Gespräche, die mich nichts angehen, damit nicht irgendwann die Stille dem Getöse meiner Gedanken Raum gibt.